Column Yachtrevue, 02. Januar 2025

Innovation & Nachhaltigkeit

Veränderungen bieten immer Chancen für Neues. Für Innovation und für Nachhaltigkeit. Ist es Chaos, dann sind die Chancen noch größer. Ein solches Chaos steht bei den Treibstoffen gerade an.

Alois Bauer

Alois Bauer

Innovation Deployment Expert, Founder

Chaos ist eine Leiter

Chaos ist eine Leiter

Lange galten Schweröl und Diesel als primärer Energieträger. Die IMO Net-Zero 2050 ändert das, mit Meilensteinen 2030 und 2040. Bemerkenswert dabei: früher bestimmten ökonomische Fakten den Pfad, jetzt sind es ökologische Ziele. Das kann man gut finden oder nicht. Es erzeugt jedenfalls Chaos.

8 Alternative Energieträger führt Lloyd’s Register in seiner Alternative Fuel Reports Serie an - Electric, Biofuel, LNG, LPG, Ammoniak, Methanol, Wasserstoff und Nuklear. Damit sind es 5-mal so viel Energieträger wie vor ein paar Jahren. Sie denken, das ist viel?

Aufgrund existierender Sicherheitsvorschriften wirken die Alternativen auch auf alles Nachgelagerte. Beispielsweise werden künftig Methanol-betriebene Flusskreuzfahrtschiffe außerhalb Wien bebunkert und proviantiert, während die Passagiere mit Bussen in die Stadt fahren. Bis sich ein Energieträger durchsetzt, sind alle Alternativen Übergangslösungen. Und in Übergangslösungen fließen keine langfristigen Investitionen, was sich wiederum auf die Bebunkerung auswirkt. Künftig liefern Lastwägen mit mobilen Stationen am Pier und nicht Bunkerschiffe den Treibstoff.

Genug Chaos für Sie? Ja - aber nicht nur da. Als Innovationsmanager finde ich das gut, denn jedes Unternehmen kann davon profitieren. Viele Technologien und Prozesse lassen sich fast 1:1 auf den maritimen Sektor übertragen. Wie die Green Inland Port Conference im thinkport Vienna zeigte, ist die maritime Industrie für innovative und nachhaltige Lösungen so offen wie noch nie. Das ist für die angeschlagene heimische Industrie eine willkommene Diversifizierung.

Sollten österreichische Unternehmen diese Chance ergreifen? Unbedingt! Andere Länder zeigen es bereits. Ich hatte kürzlich die Chance, ein Fintech aus Ghana zu treffen, das Bunker-Zahlungen inklusive Kreditsystem neu gestalten und das Chaos nutzen will. So schafft es Liquidität in Zeiten notwendiger Investitionen.

Was denken Sie wie österreichische Unternehmen da mitmischen? Schreiben Sie uns, wir sind neugierig: hello@alba-innovations.com.

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